Königstiger im SMM Full-Reuenthal

 

 

Arbeiten am Fahrwerk

 

In dieser Winterarbeitszeit befasste sich unser Team fast ausschliesslich mit dem Fahrwerk.

 

Das sehr optimistische Ziel war, den Tiger im nächsten Frühjahr wieder auf die Räder stellen zu können.

 

…… es sollte sich herausstellen, dass wir zu optimistisch waren.

 

Am ersten Arbeitstag haben wir uns den Tiger zusammen

angesehen und dachten alle das Gleiche: ‚Jetzt sind wir

so weit gekommen! Wollen wir wirklich die Laufradarme

mit den Stossdämpfern drinlassen??‘   Beim morgentlichen

Tee um 9.30 h haben wir entschieden, dass das ein untrag-

barer Zustand wäre und wir, wenn schon, denn schon,

ganze Arbeit leisten.

 

Zwei Wochen haben wir dann auf alle möglichen Arten nochmals

versucht, die Arme zu lockern: Vergeblich. Letztlich ist einem

Museumskollegen ein Bekannter eingefallen, der uns da mit

Spezialwerkzeug unterstützen konnte.

 

Als wir den Bekannten sahen, wussten wir: Wenn er es nicht schafft, schafft es keiner!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst musste ein Spezialschlüssel angefertigt werden, um die grossen Überwurfmuttern zu lösen. Mit Schweissbrennern und der schweren hydraulischen Presse gelang es schliesslich, die Arme herauszupressen. Der Stossdämpferhebelarm vorn rechts war sogar unter dem Druck gebrochen.

 

Die Einzelteile wurden sandgestrahlt und die Längsverzahnungen der Radarme für die Hebelarme nachgearbeitet. Besonders die Bearbeitung der Verzahnungen mit dem Winkelschleifer war sehr anspruchsvoll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der anschliessenden Montage wurde der gebrochene Hebelarm auf seinen Platz geschoben und anschliessend der Riss geschweisst. Hätten wir ihn vorher geschweisst, hatte die Gefahr des Verzuges bestanden.

 

Die Laufradarme liessen sich dann alle recht zügig wieder in die je zwei Lager einführen. Auch die Montage der Torsionsstäbe durch Johnny, Willy und Harald gelang gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernd, der im Vorjahr bereits die Einzelteile der Kettenspanner und die Leitradarme aufgearbeitet hatte, hat diese nun wieder an ihren Plätzen zusammengesetzt. Dazu haben wir ein Gestell anfertigen lassen, was sehr hilfreich war. Manfred hatte in der Zwischenzeit die vier Stossdämpfer überarbeitet und alle Lagerbuchsen einbaufertig gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die erfolgreiche Arbeit beflügelt, wollten wir an den letzten beiden Wochenenden ‚noch eben kurz‘ die Räder montieren. Leider mussten wir feststellen, dass das Innere der beiden grossen Radlager nicht einfach mal eben auf den Arm geschoben werden kann, sondern erst vorher erwärmt werden muss. Da wir kein entsprechendes Gerät zur Hand hatten, haben wir das für die nächste Saison gelassen.

 

Nachdem nun alle Laufradarme mit Torsionsstäben und die Leitradarme montiert sind, bietet sich ein Vergleich mit einem zeitgenössischen Foto von 1944 an. Zufälligerweise fehlen auf beiden Bildern die Treibräder.

Gut zu erkennen ist die Anordnung der Radarme: auf der linken Seite schiebend (nach vorn gerichtet), auf der rechten Seite schleppend (nach hinten gerichtet).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013 / 2014 Wintersaison