Königstiger im SMM Full-Reuenthal

 

 

Aufbereitung von Übertragungskomponenten und anderen Teilen

 

Die Bedienung des Tigers und Funktionsübertragung geschieht im wesentlichen über Zug- und Schubstangen, die über Gabel- und Gelenkstangenköpfe mit den jeweiligen Mechaniken verbunden sind. Dies sind hauptsächlich die Bedienung von Fuss- und Kettenbremse und die Motorsteuerung über das Gaspedal. Die Funktionsübertragung vom Gaspedal ganz vorn unten in der Wanne zu den Vergasern ganz oben mittig hinten in der Wanne, auf dem Motor, geschah über mehrere unterschiedlich lange Zugstangen und Zwischen- bzw. Umlenkgelenke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hohle Bremswelle, die von der Kettenbremseinheit auf der linken Fahrerseite nach rechts auf die Funkerseite unter dem Getriebe herführte und die rechte Bremse bediente, war sehr stark korrodiert und teilweise durchgerostet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass die einzelnen Teile zwar äusserlich teilweise sehr stark angegriffen waren, sich doch verhältnismässig leicht auseinander nehmen liessen und in der Regel intakte Lager und Gewinde aufwiesen. Das hat die Wiederherstellung sehr erleichtert.

 

Die Einheiten der Kettenbremse und der Feststellbremse sind auf Basisprofile geschraubt, die wiederum auf dem Wannenboden festgeschweisst sind. Die Einheiten waren als solche ausgebaut und die Basisprofile abgetrennt. Das Endergebnis erfreut das Auge:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterhin wurde der Richtschützensitz aufgearbeitet. Der Richtschütze steuert über ein Fusspedal die hydraulische Turmbewegung und kann die Feinjustierung mit dem Handrad an der Sitzeinheit vornehmen. Zum Platz nehmen kann das Handrad nach vorn geklappt werden. Ferner bedient der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtschütze das Handrad des Höhenrichtgetriebes rechts von ihm an der Kanone. Die Mechanik des Sitzes war intakt und leicht zu bearbeiten, nur gönnen wir dem nächsten, der darauf Platz nimmt, etwas mehr Komfort und beziehen die Metallmulde.

 

Auserdem sind in diesem Sommer die neuen Kühlventilatoren gekommen. Sie wiegen ca. 150 kg pro Stück. Interessant ist der Antrieb: Da der Tiger auch unter Wasser Flüsse durchqueren sollte, sind die Ventilatorantriebe nicht elektrisch, sondern über kleine Kardanwellen vom Motor aus angetrieben. Eine Schleifkupplung gewährleistet einen Überlastungsschutz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wussten Sie, dass die Ventilatorblätter hohl sind? Bei der Nachfertigung des Flügelprofiles hat der Restaurator ganze Arbeit geleistet.

 

In dieser Saison wurden auch die Schmierleitungen durch einen externen Fachmann erneuert.

Bei der Betrachtung der vielen kleinen Radien kann man sich vorstellen, wieviel Stunden er auf Knien in der Wanne verbracht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Abrundung einer erfolgreichen Sommersaison wurden noch die Bremseinheiten, die sich innen an der Panzerwanne vorn zwischen Reduktionsgetriebe und Lenkgetriebe befinden, aufgearbeitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Skizze zeigt die Funktionsweise der Bremse: Die Belagscheiben sind fest und die Trommeln drehen sich. Die beiden Belagscheibenhälften werden über einen Exzenter gegen die rotierenden Trommeln gedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013 Sommersaison