Königstiger im SMM Full-Reuenthal

 

 

Überarbeitung des Turmantriebes

 

Das wichtigste Projekt in diesem Sommer war die Überarbeitung des Turmdrehgetriebes, das Bernd sich vorgenommen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Turmantrieb sitzt mittig unter dem Turm, zwischen den beiden Antriebswellen vom Motor zum Getriebe. Es greift mit einem Zapfen mit Längsverzahnung in das hydraulische Turmdrehgetriebe, der vom Richtschützen  betätigt wird, um Drehsinn und –geschwindigkeit des Turms zu ändern.

 

Das Turmdrehgetriebe besteht aus einer zentralen Welle, die in zwei Kugellagern im Getriebegehäuse gelagert ist und bei laufendem Motor immer mitläuft. Auf der Welle sitzt ein Zahnrad, welches wiederum mittels eines Tellerrades die Drehbewegung der Welle auf den Zapfen in das hydraulische Turmdrehgetriebe überträgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Turmantrieb ist mit Öl gefüllt und über zwei Simmerringe abgedichtet.

 

Das Getriebe wurde bereits um 2008 ausgebaut und seine Einzelteile in Tüten verpackt gelagert. Leider ist die Schleifringeinheit, die die elektrische Versorgung des Turms beim Drehen sicherstellt, beim Versuch, sie zu zerlegen, stark beschädigt worden. Sie zu ersetzen wird noch eine grosse Herausforderung werden.

 

Die Innereien waren noch erstaunlich gut erhalten. Man kann davon ausgehen, dass die Ölfüllung des Getriebes schon recht früh ausgelaufen war.

 

Die zentrale Welle wies an einer Stelle etwas Korrosion auf, die sich wegschleifen liess. Dadurch hat die Welle eigentlich eine leichte Unwucht. Die sollte aber bei den zu erwartenden Kurzzeitbetrieben und limitierten Drehzahlen kein Problem und vernachlässigbar sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von den beiden grossen Hauptlagern hatte eines ein einteiliges Gehäuse, das andere ein zweiteiliges. Ein Grund dafür ist konstruktiv nicht erkennbar. Möglicherweise war beim Bau nur ein einteiliges am Lager?!.

 

Vergleichsweise stark angegriffen war das sich an der Gehäusedecke befindliche Zahnrad. Es ist vermutlich durch Kondenswasser angegriffen worden. Trotzdem haben wir uns entschlossen, es weiter zu verwenden.

 

In Fahrtrichtung vorn hat der Kurbelwellenflansch eine doppelte Riemenscheibe. Hierüber wird die Pumpe zur Freilassung des Rohres nach Schüssen angetrieben. Diese Pumpe fehlt aber an unserem Tiger.

 

Mit einem neuen einteiligen Hauptlager und zwei neuen Wellendichtringen hat der Zusammenbau begonnen. Zur Einstellung des korrekten Lagerspieles mussten erstaunlicherweise deutlich mehr dünne Passscheiben verwendet werden als ursprünglich verwendet wurden. Das Tragbild der Zahnräder wurde mit Tuschierpaste geprüft.

 

Ein Detail können wir uns nicht erklären.

 

Am Gehäuse befindet sich in Fahrtrichtung vorn rechts ein Deckel, hinter dem sich wiederum die Hülse auf der Welle findet. Auf einem zeitgenössischen Foto des Turmantriebes eines anderen Königstigers ist dort etwas angebracht, von dem Kabel abgehen. Mehr ist nicht zu erkennen.

 

Neben dem Turmantrieb wurden weitere Blechteile aufgearbeitet bzw. erneuert. Dazu gehört die Abdeckung für die Freiblaspumpe für die Kanone, das Auflageblech für den hinteren oberen Tank, die Box zur Aufbewahrung von Teilen für die Funkanlage und anderer Elektrikteile, der Benzinfilter (von dem allerdings einige Teile des Innenlebens neu angefertigt werden müssen), Auspuffblenden zur Fixierung der Auspuffrohre und Winkelspiegelhalterungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014 Sommersaison