Königstiger im SMM Full-Reuenthal

 

 

Arbeiten in der Panzerwanne

 

Während des Sommers 2015 wurden hauptsächlich Arbeiten in der Wanne durchgeführt. Die gesamte Bedienmechanik für den Fahrer wurde installiert und die Fundamente auf den Wannen-boden aufgeschweisst. Bei dieser Gelegenheit konnten auch die Verbindungen der Teile unterein-ander getestet werden. Die Teile werden jedoch bald wieder entfernt, um den Einbau der Brems-trommeln und der Getriebeeinheit zu ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterhin wurden in der Wanne zahlreiche Löcher abgerissener Schrauben aufgebohrt und neue Gewinde geschnitten.

 

Leider stellte sich heraus, dass einige Schmierleitungen für die Laufradarmlager nicht korrekt verlegt wurden und über Öffnungen für Serviceklappen verliefen bzw. eine Montagestelle für ein Gelenk der Verbindung des Gaspedals zum Motor völlig verdeckten. Hier mussten einige Leitungen völlig neu verlegt werden.

 

Die zwei Abdeckplatten auf der Motortrennwand und die daran befestigten Luftleitkanäle fehlten bei unserem Tiger und wurden anhand von Originalen, die uns ein befreundetes Museum zur Verfügung stellte, originalgetreu nachgefertigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einbau von drei der sieben Tanks war ein zeitintensives Projekt. Zur Bestimmung der Länge der Haltebänder wurden die Tanks hinten rechts und links der Lüftereinheiten auf der Arbeitswerkbank zur Probe justiert. Zur Befestigung der beiden Tanks in der Wanne unterhalb der Lüfter wurden die Haltewinkel für die Tankhaltebänder erneuert bzw. aufgearbeitet und neu angebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach längerem Suchen haben wir nun auch eine Firma gefunden, die uns die Benzinleitungen samt Anschlüssen und grossen Hohlschrauben liefern will. Das wird sich aber noch in den nächsten Sommer erstrecken.

 

Zwei der drei Abdeckungen hinten auf der Motorabdeckplatte mussten neu angefertigt werden. Von den zwei dicken Stahldeckeln mit Verschliessmechanismus für die Einfülltanköffnung und das Kühlwasserreservoir fehlte der kleinere für den Tank. Die Einzelteile wurden aus Stahl neu gefertigt, wobei der Schliessmechanismus anhand des vorhandenen grossen Deckels für das Kühlwasser exakt kopiert wurde. Die Einzelteile des vorhandenen Deckels wurden aufgearbeitet und neu zusammengesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gitterabdeckung für die Luftansaugung für die Kühlung der Auspuffkrümmer musste ebenfalls neu angefertigt werden.

 

Die kaputten bzw. fehlenden Teile, die auf der Motortrennwand montiert sind, werden uns noch einige Zeit beschäftigen.

 

Der Gussbehälter mit der Einspritzung von Benzin in den Ansaugtrakt bei Kälte ist komplett und lässt sich wieder herrichten. Die Feuerlöscheinrichtung hingegen ist in einem desolaten Zustand: Der Löschmittelbehälter ist an seiner Aufhängung verbogen, als ob mal an ihm gezerrt wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Steigrohr innen ist zerfallen und bröselt aus der unteren Öffnung heraus, nachdem die Schraube mit vielen Tricks schliesslich herausgebracht werden konnte. Die Halterung ist stark angegriffen und das Manometer fehlt. Der filigrane Mechanismus zur Steuerung der Löschmittelstösse sieht zwar noch gut aus, aber es bewegt sich da nichts mehr. Die Kappe über dem Mechanismus lag getrennt im Bereich ‚Schrott‘ ist so gerade noch als solche zu erkennen. Der Anschluss für die drei Thermofühler fehlt.  Auf Fotos während des Ausbaus des Motors erhält man den Eindruck, als ob die Sensoren nie angeschlossen waren.

 

Keine Ahnung, wie das mal aussehen wird, wenn wir damit fertig sind ….

 

Zum guten Schluss der Saison habe ich angefangen, mich mit der Verkabelung zu beschäftigen, die durch den Rohrkanal von vorn rechts neben dem Getriebe entlang der Bodenwanne bis kurz vor der Motortrennwand läuft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gehen hinter der Armaturentafel dreizehn Kabel unterschiedlicher Dicke rein. Ein dünnes Kabel geht unterwegs ab, wahrscheinlich zum Trafo für den Gyrokompass links hinten am Getriebe. Zwölf Kabel laufen rechts aussen an der Motortrennwand hinter einer Abdeckplatte hoch und unter einer weiteren Abdeckung horizontal unter der Decke bis zur Mitte, wo die meisten Kabel irgendwie zu den Komponenten gehen, die dort auf einer grossen Platte befestigt sind.

 

Zwei dicke Kabel führen nach ganz links oben zu der Blechdose im Brandschott , aus der die Kabel zum elektrischen Anlasser und zu den Magnetspulen der Zündung gehen.

 

Diese Kabel zu ersetzen, am besten noch mit einer Ummantelung, die der originalen Textilum-mantelung ähnelt, wird auch ein Zukunftsprojekt sein.

 

2015 Sommersaison